Dekorationsbild: Kursleiterin mit Teilnehmern, Gebäude einer Volkshochschule
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freie Plätze Geschichte und Verklärung

( ab Fr., 24.8., 19.00 Uhr )

Karl May ist ein kulturgeschichtliches Faszinosum und im Wechselspiel von Werk und Wirkung kaum mit einem anderen deutschsprachigen Schriftsteller vergleichbar. Noch in seiner Zeit, »von der Presse als unerfreuliche Kulturerscheinung, Kolporteur und niveauloser Vielschreiber, als bigotter Phantast und literarische Kuriosität an den Pranger gestellt, aus den Schulbibliotheken als Jugendverderber entfernt, vor Gericht zum Lügner und Betrüger, ja schlimmer noch: zum geborenen Verbrecher gestempelt und umgeben von einer Gemeinde allzu gutwilliger oder naiver Anhänger und Freunde, die ihm oft mehr schadeten als nützten mit ihrer öffentlichen Parteinahme« hat Karl May eine Rezeptionsgeschichte erfahren, die rational kaum nachvollziehbar erscheint. Er ist für manche Wissenschaftler »immer noch der meistgelesene Schriftsteller der deutschen Sprache«, ein Autor, dessen Werk »alle üblichen Maßstäbe« der Verbreitung sprengt, »das wissenschaftlich so eingehend, detailliert und vielfältig untersucht und gedeutet wurde« wie kein Werk eines vergleichbaren deutschen Autors. Interessant ist die Frage, inwieweit eine Fülle seiner Themen zur Sozial- und Regionalgeschichte des 18. und 19. Jahrhunderts zwischen Fiktion und historischen Fakten einzuordnen sind. Karl May als historischer Literat, dieser Frage will der Vortrag anhand ausgewählter Dorfgeschichten und Humoresken, die sich z.B. mit der Person des »Alten Dessauer« nachgehen. Dabei handelt es sich um Novellen um den Fürsten Leopold I. von Anhalt-Dessau (1676-1747), einer auffallenden Fürstenfigur aus dem 18. Jahrhundert während Preußens Aufstieg zur Norddeutschen Vormacht im Konkurrenzkampf mit dem welfisch-englischen Hannover und damit der welfischen Regionalgeschichte.
Gemeinsame Veranstaltung von vhs und Museum Kloster Zeven
In Kooperation mit dem Institut für Braunschweigische Regionalgeschichte an der TU Braunschweig.

freie Plätze Zwischen Revolution und Räterepublik

( ab Fr., 19.10., 19.00 Uhr )

Es war aus der Rück-Sicht eine bewegte Epoche am Beginn des 20. Jahrhunderts mit grundlegenden kulturellen und wirtschaftlich-technischen Umwälzungen und Fortschrittsentwicklungen, so daß man geradezu von einer Zeit des Umbruchs und vom Aufbruch in die Moderne spricht. 1913 bereits schloß sich das Tor zur Vergangenheit Alt-Europas und zeitgleich öffnete sich die Tür zu einer neuen Zeit mit radikalen Veränderungen in Politik, Gesellschaft und Alltagsleben. Am Ende der Epoche stand der Sturz der Monarchien am 8./9. November 1918 mit der totalen Umwälzung der politischen Systeme und der gesellschaftlichen Verhältnisse, gepaart mit dem Trauma des Ersten Weltkrieges.
In der Endphase des Ersten Weltkrieges kam es am 29./30. Oktober 1918 bei Einheiten der kaiserlichen Marine in Wilhelmshaven zu einer Meuterei, die ab dem 3. November 1918 zum Matrosenaufstand in Kiel führte. Dieser Aufstand war die Initialzündung für tief greifende politische und soziale Veränderungen im ganzen Deutschen Reich. Das Geschehene sowie die Ergebnisse der Ereignisse dieser Monate, die Deutschland von einer Monarchie in eine parlamentarische Demokratie, der Weimarer Republik, umwandelten, hatten nachhaltigen Einfluss auf die politischen Entscheidungen der Folgejahre. Bereits am 8. November 1918 mußte der braunschweigische Welfenherzog Ernst August auf Druck des Arbeiter- und Soldatenrates seine Abdankung unterzeichnen, ein Tag vor seinem Schwiegervater, dem Kaiser in Berlin. In der Auseinandersetzung um Räterepublik oder parlamentarische Demokratie entstand der Gedanke einer »Nordwestdeutschen Republik«, die zehn sozialistische Freistaaten umfassen sollte, darunter die »Großbraunschweigische Lösung«: der Freistaat Braunschweig-Lüneburg, mit einem Staatsgebiet, das von Cuxhaven bis zum Harz und von Lüneburg aus auch einen Teil Anhalts umfasste. Am 25. Januar 1919 fand deshalb in Braunschweig ein Kongress statt, zu dem Vertreter aus dem Freistaat Oldenburg, aus der Bremer Räterepublik, Düsseldorf, Leipzig, Essen, Hamburg und Hannover erschienen, um darüber zu beraten. Diese Auseinandersetzung um Norddeutschland ist Thema dieses Vortrages, bei dem auch die Anfangsjahre der Zwischenkriegszeit in Zeven näher betrachtet werden sollen.

Gemeinsame Veranstaltung von vhs und Museum Kloster Zeven
In Kooperation mit dem Institut für Braunschweigische Regionalgeschichte an der TU Braunschweig.

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