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Zevener Geschichtsvorträge

Geschichte und Verklärung Literarische Fiktion und historische Wirkungsmacht bei Karl May

Karl May ist ein kulturgeschichtliches Faszinosum und im Wechselspiel von Werk und Wirkung kaum mit einem anderen deutschsprachigen Schriftsteller vergleichbar. Noch in seiner Zeit, »von der Presse als unerfreuliche Kulturerscheinung, Kolporteur und niveauloser Vielschreiber, als bigotter Phantast und literarische Kuriosität an den Pranger gestellt, aus den Schulbibliotheken als Jugendverderber entfernt, vor Gericht zum Lügner und Betrüger, ja schlimmer noch: zum geborenen Verbrecher gestempelt und umgeben von einer Gemeinde allzu gutwilliger oder naiver Anhänger und Freunde, die ihm oft mehr schadeten als nützten mit ihrer öffentlichen Parteinahme« hat Karl May eine Rezeptionsgeschichte erfahren, die rational kaum nachvollziehbar erscheint. Er ist für manche Wissenschaftler »immer noch der meistgelesene Schriftsteller der deutschen Sprache«, ein Autor, dessen Werk »alle üblichen Maßstäbe« der Verbreitung sprengt, »das wissenschaftlich so eingehend, detailliert und vielfältig untersucht und gedeutet wurde« wie kein Werk eines vergleichbaren deutschen Autors. Interessant ist die Frage, inwieweit eine Fülle seiner Themen zur Sozial- und Regionalgeschichte des 18. und 19. Jahrhunderts zwischen Fiktion und historischen Fakten einzuordnen sind. Karl May als historischer Literat, dieser Frage will der Vortrag anhand ausgewählter Dorfgeschichten und Humoresken, die sich z.B. mit der Person des »Alten Dessauer« nachgehen. Dabei handelt es sich um Novellen um den Fürsten Leopold I. von Anhalt-Dessau (1676-1747), einer auffallenden Fürstenfigur aus dem 18. Jahrhundert während Preußens Aufstieg zur Norddeutschen Vormacht im Konkurrenzkampf mit dem welfisch-englischen Hannover und damit der welfischen Regionalgeschichte.
Gemeinsame Veranstaltung von vhs und Museum Kloster Zeven
In Kooperation mit dem Institut für Braunschweigische Regionalgeschichte an der TU Braunschweig.

Karl May ist ein kulturgeschichtliches Faszinosum und im Wechselspiel von Werk und Wirkung kaum mit einem anderen deutschsprachigen Schriftsteller vergleichbar. Noch in seiner Zeit, »von der Presse als unerfreuliche Kulturerscheinung, Kolporteur und niveauloser Vielschreiber, als bigotter Phantast und literarische Kuriosität an den Pranger gestellt, aus den Schulbibliotheken als Jugendverderber entfernt, vor Gericht zum Lügner und Betrüger, ja schlimmer noch: zum geborenen Verbrecher gestempelt und umgeben von einer Gemeinde allzu gutwilliger oder naiver Anhänger und Freunde, die ihm oft mehr schadeten als nützten mit ihrer öffentlichen Parteinahme« hat Karl May eine Rezeptionsgeschichte erfahren, die rational kaum nachvollziehbar erscheint. Er ist für manche Wissenschaftler »immer noch der meistgelesene Schriftsteller der deutschen Sprache«, ein Autor, dessen Werk »alle üblichen Maßstäbe« der Verbreitung sprengt, »das wissenschaftlich so eingehend, detailliert und vielfältig untersucht und gedeutet wurde« wie kein Werk eines vergleichbaren deutschen Autors. Interessant ist die Frage, inwieweit eine Fülle seiner Themen zur Sozial- und Regionalgeschichte des 18. und 19. Jahrhunderts zwischen Fiktion und historischen Fakten einzuordnen sind. Karl May als historischer Literat, dieser Frage will der Vortrag anhand ausgewählter Dorfgeschichten und Humoresken, die sich z.B. mit der Person des »Alten Dessauer« nachgehen. Dabei handelt es sich um Novellen um den Fürsten Leopold I. von Anhalt-Dessau (1676-1747), einer auffallenden Fürstenfigur aus dem 18. Jahrhundert während Preußens Aufstieg zur Norddeutschen Vormacht im Konkurrenzkampf mit dem welfisch-englischen Hannover und damit der welfischen Regionalgeschichte.
Gemeinsame Veranstaltung von vhs und Museum Kloster Zeven
In Kooperation mit dem Institut für Braunschweigische Regionalgeschichte an der TU Braunschweig.


Status: Plätze frei

Kursnr.: 182-10005

Beginn: Fr., 24.08.2018, 19:00 - 21:15 Uhr

Dauer: 1

Kursort: Museum Kloster Zeven

Gebühr: 5,00 € (Abendkasse) (inkl. MwSt.)

Zu diesem Kurs sind keine Orte verfügbar.
Datum
Uhrzeit
Ort
Datum

21.09.2018

Uhrzeit

19:00 - 21:15 Uhr

Ort

Zeven, Museum Kloster Zeven